Anne Frank: Mehr als nur Geschichtsunterricht!

Anne Frank PortraetBesuch in der Würzburger Anne-Frank-Ausstellung

Am Tag nach der offiziellen Eröffnung besuchte die Klasse 9ma die interaktive Wanderausstellung im Felix-Fechenbach-Haus

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Anne Frank„Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte“. Durch die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte Anne Franks wird die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung gefördert und die Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie erkannt.

Angeleitet von zwei Peer Guides erfuhren die Schüler etwas über das Mädchen Anne Frank und ihre Familie sowie über die damalige politische Situation.

Anne Frank wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande versteckten sich Anne Frank und ihre Familie von 1942 bis 1944 in einem Amsterdamer Hinterhaus. Dort schrieb Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch.
Nach dem Verrat ihres Verstecks wurden Anne Frank und ihre Familie deportiert. Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. Anne Frank ist durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs zum Symbol für Millionen von Jüdinnen und Juden geworden, die der rassistischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.“ (Informationen des Anne-Frank-Zentrums, Berlin)

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Anne Frank Erinnerrungssteine Im zweiten Teil der Ausstellung konnten sich die Schüler mit Fragen auseinandersetzen, die auch Anne Frank beschäftigt haben und die heute noch für Jugendliche dieses Alters aktuell sind. Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich?«, » Wer sind wir?«, »Wen schließen wir aus?« Dabei regen kurze Filme zum Gedankenaustausch an. Die Frage »Was kann ich bewirken?« möchte die Schüler ermutigen, sich selbst für eine gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen, indem ihnen viele verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt wurden.

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Schülermeinungen zur Ausstellung:

„Mir haben alle Stationen gut gefallen, wir haben viele Informationen erhalten. Auch die kurzen Filme waren gut. …“ (P. H.)

„Es war interessant und informativ. … Ich kann jetzt mehr zu diesem Thema sagen. Die Ausstellung hat mich daran erinnert, wie schlimm die Menschen früher gelebt haben.“ (M. N.)

„Mir hat die Ausstellung gut gefallen. Ich fand den historischen Teil viel spannender. Es war interessant zu sehen, wie Anne gelebt hat und was alles in ihrem kurzen Leben passiert ist. Ich bewundere Anne sehr für ihren Mut und ihren Lebenswillen. Dennoch war es auch gut sich Gedanken zu machen, wie mich andere Menschen sehen und etwas über Diskriminierung im Alltag zu erfahren.“ (S. B.)

„Ich fand gut, dass es zwei Abschnitte gab: den historischen und den aktuellen Teil. Wir haben viele Details erfahren. Es hat viel Spaß gemacht. Und ich kann den Besuch nur empfehlen.“ (M. T.)

„Mir hat gefallen, dass wir genügend Zeit hatten, unsere Fragen zu stellen und so noch mehr über Anne Franks Leben erfahren konnten. … Ich fand auch gut, dass das Thema „Identität“ angesprochen wurde.“ (J. K.)

„Neben all den historischen Informationen war es gut für uns Schüler zu erfahren, wie ein Mädchen unseres Alters trotz dieser schwierigen Lebensumstände so lebensfroh und positiv sein konnte. Und wir haben gelernt, dass eine Diktatur schlecht für die Menschen ist. …“ (O. S.)

„Besonders gut hat mir gefallen über das Leben Anne Franks etwas zu erfahren, wie die Juden zu der Zeit lebten und schwer sie es zu dieser Zeit hatten. Ich habe mir aus der Ausstellung mitgenommen, wie viele Vorurteile die Menschen haben und dass es falsch von uns Menschen ist. Jeder hat ein Recht, zu tun und zu machen, was ihn glücklich macht. Ich halte es für wichtig, dass man niemanden diskriminiert wegen seines Aussehens, seinen Interessen. Man soll sich gegenseitig respektieren.“ (L. G.)

„Besonders interessant war die Zeit, in der sie sich versteckten. Es ist wichtig zu sehen, was schon Kinder damals durchmachen mussten.“ (E. T.)

„…Ich fand es schrecklich, was damals passiert ist, aber man muss darüber sprechen, damit so etwas nicht noch einmal passiert.“ (T. C.)

„…Ich weiß jetzt viel mehr über Anne Frank und die Zeit, in der sie lebte. Es ist ein Thema, das mich wirklich sehr interessiert.“ (V. L.)

„Mir hat besonders gut der Bereich gefallen, in dem es um unsere Identität geht, wo wir etwas über die Hobbys eines anderen Menschen erfahren haben. Man muss jeden Menschen so akzeptieren wie er ist, egal ob er eine Behinderung oder eine andere Religion hat. …“

Und der Besuch der Ausstellung hat auch die Lust am Lesen geweckt! Die Schüler sind neugierig auf Annes Tagebuch geworden.

(Karin Dietzsch)


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